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wasserversorgung
     
  

Ohne Wasser gibt es kein Leben und keine Entwicklung.

Der Zugang zu sauberem Trinkwasser und der nachhaltige Umgang mit der Ressource Wasser ist eine der grössten Herausforderungen der modernen Gesellschaft. Ein wichtiger Bestandteil ist dabei eine gute Wasserversorgung, die auch in der Schweiz, dem "Wasserschloss" Europas, keine Selbstverständlichkeit ist.


Damit die Erde – unser einziger Lebensraum – intakt, und damit auch der Mensch gesund bleibt, ist dem einmaligen Gut Wasser Sorge zu tragen.

Nebst den technischen Anlagen zur Gewinnung, Aufbereitung und Verteilung des Trinkwassers, ist es vor allem die Natur selbst, die unsere Wasserversorgung sicherstellt.


Die Funktion des Waldes für den Wasserhaushalt:

Dank der grossen Vegetationsoberfläche verdunsten im Wald 15 - 25 % mehr Niederschläge als auf Landwirtschaftsflächen.
Ein gesunder Waldboden ist zudem der ideale Wasserspeicher.


Die Funktion der Berge für den Wasserhaushalt:

Ab bestimmten Höhen fällt mehr Niederschlag als Wasser verdunstet.
In grossen Höhen und den jahreszeitlich bedingten tiefen Temperaturen fliesst das Wasser nicht das ganze Jahr über direkt ab, sondern wird als Schnee oder Eis gespeichert.


Über Bergseen, Bäche und Klüfte gelangt das Wasser in Flüsse und Grundwasserströme. Berge dienen somit ebenfalls der Wasserrückhaltung.

Der Wasserkreislauf I:

Unser Wasser bewegt sich in einem ständigen Kreislauf, wobei sich das meiste Wasser in den Meeren befindet.
Die Sonnenwärme bringt das Meerwasser zur Verdunstung. Das Salz bleibt im Meer zurück, das verdunstete Wasser wird vom Wind in Form von Wolken über die Erde transportiert.
Wolken entstehen aber auch über Grünflächen, Flüssen, Seen und überall dort, wo Niederschlag auf die Erdoberfläche fällt.


Der Wasserkreislauf II:

Ist die Wolke voller Wasser, regnet sie sich ab. Dieses Regenwasser versickert auf durchlässigen Flächen im Boden und wird zu Grundwasser. Kann es nicht versickern, fliesst es in ein Oberflächengewässer oder in die Kanalisation ab. Das im Boden versickerte Wasser wird gespeichert und steht uns als Grundwasser zur Verfügung. Grundwasser kann unter- irdische Ströme bilden und irgendwo, oft erst nach vielen (hundert) Jahren, als Quelle wieder ans Tageslicht treten um erneut seinen Weg zum Meer beginnen.


Das gesamte Wasser auf der Erde ist ständig in Bewegung in einem Kreislauf Meer – Wolken – Erde – Meer.

Die Klimaänderung beeinflusst den Wasserkreislauf auf der Erde negativ, indem das Gleichgewicht und der natürliche Wasserhaushalt auf der Erde gestört werden.

Eine der Folgen der Störung des natürlichen Wasserhaushalts:

Durch die zunehmende Bodenversiegelung nehmen der Anteil des in der Kanalisation abgeführten Regenwassers sowie der Spitzenabfluss in den Gewässern bei Niederschlägen stark zu. Die Einleitung grosser Mengen von Schmutz- und Regen- wasser in die Gewässer, unter anderem aus Entlastungen der Kanalisation, belastet nicht nur das Ökosystem, sondern führt auch zu Hochwasserereignissen. Hochwasser hat meist die Verunreinigungen des Rohwassers (Grundwasser, Quellen, Seen) und Störungen der Wasserversorgung zur Folge.

Wasser wird vom Segen zum Fluch.


Die Wasserversorgung:

Die Wasserversorgung umfasst alle Massnahmen zur Bereitstellung von Trinkwasser und Betriebswasser, nämlich den Anlagen:

  • zur Gewinnung von Rohwasser, z. B. aus Brunnen, Quellwasser, Oberflächenwasser aus Seen und Flüssen, Auffangen von Regenwasser in Zisternen

  • zur Aufbereitung des gewonnenen Rohwassers zu Trinkwasser oder Brauchwasser
  • zur Wasserverteilung, z.B. durch Reservoirs, Pumpstationen,Wasserleitungen, Druckerhöhungs- stationen und Sanitäreinrichtungen in Gebäuden
  • zur Löschwasserversorgung
  • zur Warmwasserversorgung.