Der Leitungsbau umfasst die Erstellung von über- und unterirdischen Leitungen aller Art, meistens für Ver- und Entsorgungsunternehmen (öffentliche Werke) als Teil der kommunalen Infrastruktur, weshalb oft auch der Begriff "Werkleitungen" verwendet wird.
Werkleitungen sind mit Ausnahme von Strom- und einiger Telekommunikations­leitungen in der Schweiz fast ausschliesslich unterirdisch im Strassenraum verlegt (erdverlegt).

Die häufigsten Leitungen sind:
-    Wasser (Trinkwasser, Brauchwasser)
-    Gas
-    Abwasser
-    Elektrizität
-    Fernwärme
-    Telekommunikation

Auch Immobilienbesitzer bzw. –verwaltungen sind häufig Auftraggeber von Leitungsbauten. In aller Regel handelt es sich um Ver- und Entsorgungsleitungen für Liegenschaften, die oft als Hausanschluss, Liegenschaftsanschluss, etc. bezeichnet werden.

Idealerweise werden Erneuerungen und Neubauten erdverlegter Leitungen im Zuge von Strassensanierungen, –umbauten oder –neubauten durchgeführt.

Von besonderer Wichtigkeit für Planung, Betrieb und Unterhalt von Leitungsnetzen jeder Art sind aktuelle und vollständige Werkleitungspläne (Bestandespläne). Bei älteren Objekten (Industrieanlagen und Gewerbebauten) aber auch im kommunalen Bereich liegen die Werkleitungspläne nicht immer in der notwendigen Genauigkeit und Vollständigkeit vor. Bei der Erstellung neuer Werkleitungs- oder Bestandespläne kommen immer mehr Geographische Informationssysteme (Geoinformationssystem, GIS) zur Anwendung.

 

Erdverlegte Leitungen
Bilder: Thomas Brändle, IWAG Ingenieure AG